The last dance!
Der Kreis schliesst sich: Mein Profi-Finale beim IRONMAN 70.3 Valencia
Valencia: Hier begann meine Reise als Profi-Triathlet und hier endete sie am 19. April 2026 nach neun packenden Rennen in der PRO-Kategorie. Es war ein Abschied, der sich einfach richtig anfühlte. Ich blicke mit Stolz und tiefer Dankbarkeit zurück und freue mich nun auf den Fokus auf meine Familie und meine beruflichen Herausforderungen.
Ein Rennen voller Kontraste
Das Schwimmen ging ich entspannt an – als Letzter ins Wasser, ohne Risiko, einfach nur den Moment geniessend. Die Stimmung am Strand war magisch...!
Auf dem Rad lief die erste Stunde fantastisch. Obwohl ich alleine gegen den Wind kämpfte, konnte ich eine gute Pace halten. Der Kurs in Valencia ist absolut empfehlenswert: schnell, landschaftlich reizvoll und top organisiert. Ich fühlte mich stark und genoss die Fahrt durch die Landschaft.
Doch Triathlon wäre nicht Triathlon ohne unerwartete Challenges. In der Wechselzone fiel mein Rad zu Boden, wobei ein Schaltknopf an den Extensions abbrach. Die ersten fünf Minuten auf der Strecke waren pure Ungewissheit: Brauche ich einen Mechaniker? Wie schalte ich jetzt? Ich musste erst lernen, den blanken Mechanismus ohne Abdeckung zu bedienen – eine Challenge, die ich zum Glück schnell meisterte.
Ab Kilometer 60 setzten dann massive muskuläre Probleme ein. Es war ein harter Kampf bis in die zweite Wechselzone. Mein langjähriger Partner Egli Bikes hat nun definitiv wieder Arbeit an meinem Material, aber ich bin froh, dass mich das Bike trotz des Defekts noch ins Ziel gebracht hat.
Die ersten 1,5 km des Laufs waren schmerzhaft, doch dann kam der magische Moment: Ich sah meine Frau und meine Tochter an der Strecke ❤️. Ab diesem Zeitpunkt fing ich an zu „fliegen“. Das Gefühl war plötzlich locker, die Energie zurück. Ich konnte sogar meine Schweizer Kolleginnen und Kollegen auf der Strecke anfeuern.
Das Ergebnis macht mich stolz: Mit einer Zeit von 1:14h für den Halbmarathon konnte ich in meinem letzten Profirennen eine neue Bestzeit in einem IM 70.3 aufstellen. Ein riesiger Dank geht hier an Powerlab, die mich seit Jahren mit ihrer Expertise unterstützen. Dank ihrer präzisen Laufanalysen und dem perfekten Schuhwerk von Hoka, konnte ich diese Pace bis zum Schluss durchziehen. Ein guter Schuh und die besten Fans machen auf den letzten Kilometern den entscheidenden Unterschied!
Der Zieleinlauf war pure Emotion. Der Stolz über die erbrachte Leistung und die Erleichterung, dieses Kapitel so positiv abzuschliessen, waren überwältigend.
Ein Profi-Dasein ist ein Teamprojekt. Mein grösster Dank gilt meiner Frau und meiner Familie für den bedingungslosen Rückhalt ❤️!
Danke auch an meine Partner, die diesen Weg mitgegangen sind:
- Tricademy für das Vertrauen in mich als Athlet und Coach.
- BAS Partner, HCK Mikronährstoffe und Vasio für die jahrelange Unterstützung.
Ich freue mich nun auf meine Rolle als Coach bei der Tricademy und darauf, mehr Zeit für die Menschen zu haben, die mir am wichtigsten sind.
🎙️ Die ganze Story im Podcast
Alle Details zum Schaltknopf-Drama, den muskulären Problemen und den Emotionen beim Zieleinlauf hört ihr in der brandneuen Podcast-Folge: Hier klicken zum Reinhören.



